Ich will den durstigen geben   Thomas Gebhardt Drucken Predigt ausdrucken

Offenbarung 21:6
Jesus spricht: Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst.

Oft habe ich es erlebt, als ich noch täglich auf den Straßen von Stuttgart als Evangelist arbeitete, dass ein Bettler, der zu mir kam um etwas von mir zu erhalten, ein belegtes Brötchen oder einen Teller Essen ausschlug. Davon könne er genug haben, war seine Antwort. In seinen Augen hat das von mir angebotene Essen keinen Wert. Er wollte Geld haben.

Aber genauso wie es diesem Bettler ging, geht es vielen Menschen in unserem Land. Sie haben verlernt aufrichtig für das tägliche Essen zu danken.

Andererseits habe ich Bettler erlebt, die sich bei mir bedankten, aber das von mir erhaltene Brötchen in den nächsten Papierkorb geworfen haben. Und auch das erleben wir in allen Bereichen unseres Lebens heute. Das „Danke" ist nur einer leere Höflichkeitsform. Wir kennen alle die lange Reihe der Höflichkeitsbeteuerungen, bei denen jedermann weiß, dass sie hohl und nichtssagend sind. Aber sie sind im Miteinander der Menschen dieser Welt für diese sehr notwendig.

Leider, meine lieben Geschwister, gibt es auch ein christliches Theaterspiel. Viele Dinge sind im Leben unserer Gottesdienste eingebaut und im Ablauf des Kirchenjahres feste Bestandteile geworden, aber bei all den Dingen sind die Herzen ferne von Gott.

Lasst uns unser heutiges Wort unter diesen Gesichtspunkten betrachten. Möge es uns so ganz klar und deutlich vor unseren Augen erscheinen und unsere Herzen ergreifen in welch hohem Maß wir von Gott Beschenkte sind, die eigentlich allen Grund haben Gott freudig zu danken und Seine Liebe zu schätzen!

Wir sollen daran denken, ganz gleich ob es um unser leibliches oder unser geistliches Wohl geht, dass es wunderbare Gnade ist, wenn wir nicht Mangel leiden. Niemals ist es unser Verdienst, wenn wir immer reichlich versorgt sind. Nie dürfen wir darüber satt und selbstzufrieden sein, denn die Bibel sagt: Gott will die Durstigen tränken und die Hungrigen speisen. Und, meine lieben Leser, ER will nicht nur die Leiber, sondern vor allem auch unsere Herzen sättigen.

Wenn Gott wollte, könnte Er uns in einem Augenblick alles wegnehmen, was zu unserem Leben nötig ist, sowohl die leiblichen als auch die Dinge für unsere Seele. Wenn Du aber mit einem dankbaren Herzen und mit der aufrichtigen Bitte zu Gott kommst, dann wird ER Dir sowohl die Dinge, die für Deinen Leib notwendig sind, als auch all die Dinge, die für Dein geistliches Leben notwendig sind, gerne geben.

Ja, mehr noch, Jesus Christus ist das Brot des Lebens, das alles menschliche Sehnen und Verlangen auf ewig stillt. Der alles neu macht, wenn Du IHN bittest!

Da gibt es nicht nur löchrige Brunnen, meine Lieben, sondern auch eine Quelle aus der lebendiges Wasser strömt! Der Brunnen der göttlichen Segnungen enthält Kräfte, die uns die Gewissheit geben, ER wird uns immer versorgen! Jesus Christus, der Erste und Letzte, der, der das erste Wort sprach und der das letzte sprechen wird; Sehen wir das noch? Bist Du dazu bereit Dich täglich auf Jesus zu verlassen, dieses zu wagen? Und das schönste von allen, unser Text sagt, dass Gottes Gaben umsonst sind. Liegt darin nicht der Grund, dass sie so wenig das, was uns Gott anbietet, haben wollen? Umsonst!?

Kann etwas einen Wert haben was umsonst ist? Es bleibt dabei: was der Herr Dir anbietet ist umsonst! Wir können gar nicht für das bezahlen, was der Herr uns gibt. Wir sind angewiesen darauf, das, was Er uns gibt, als Geschenk anzunehmen auf dass sich niemand rühme! Gottes Quelle ist für alle da, auch für Dich. Du musst nur kommen und wollen. Dann gilt es das, was wir geschenkt bekommen, zu erfassen und dafür von ganzem Herzen dankbar zu sein. Welche wunderbare Gabe ist doch die Erlösung durch Jesus Christus! Sie ist ganz frei und kostenlos. Ergreife sie doch im Glauben und fange an den Herrn voller Freude und von ganzem Herzen zu loben und zu danken!

Der Herr segne Dich! Bruder Thomas Gebhardt


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