Die Berufung   Thomas Gebhardt Drucken Predigt ausdrucken

Lukas 19:5
Und als Jesus kam an dieselbige Stätte, sah er auf, und ward sein gewahr, und sprach zu ihm: "Zachäus, steig eilend hernieder, denn ich muß heute zu deinem Hause einkehren.
 

Werdet wie die Kinder

Matthäus 18:2-4
Jesus rief ein Kind zu sich und stellte das mitten unter sie und sprach: Wahrlich ich sage euch: Es sei denn, daß ihr umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedrigt wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich.

Markus 10:15
Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen.

Zachäus wollte unter allen Umständen Jesus Christus sehen. Aber zwei auf den ersten Blick unüberwindbare Hindernisse standen ihm im Wege, die große Menschenmenge, die verhinderte, dass er zu Jesus kommen konnte und dass er so klein war, so dass er nicht vermochte über die Leute hinwegzusehen. Wenn er wirklich Jesus sehen wollte, musste er sich überlegen, wie er es anstellen könnte sein Vornehmen zu verwirklichen. Er, der reiche Zöllner, machte es wie die Kinder und stieg auf einen Baum. Nun blickte er hinab um zu sehen, wer dieser Jesus sei. Doch ehe er Jesus so richtig wahrnehmen konnte, denn er war ja wie das einfache Volk gekleidet, blieb Jesus unter dem Baum stehen und sah auf den Zöllner und sprach ihn an: "Zachäus, eile und komm herab, denn heute muß ich in deinem Hause einkehren." Sofort macht Zachäus das, was Jesus sagt. Er kommt eilends herab und führt Jesus in sein Haus. Zachäus wird innerhalb weniger Momente ein Nachfolger Jesu und geht ins Reich der Himmel ein. Damit wurde die Berufung, mit der ihn Jesus berufen hatte, kräftig und wirksam.

Meine lieben Glaubensgeschwister, liebe Zuhörer und Leser, an diesem wunderbaren Beispiel der Errettung des Zachäus möchte ich Euch einen Einblick in die Lehre der überaus großen Gnade der Berufung, durch unseren Herrn, in Sein Reich, vor Augen malen. Das erste, was Ihr heute erkennen müsst, ist dies: Wenn Ihr wirklich JESUS sehen wollt, wenn Ihr wollt, dass der Herr in Euer Haus, in Euer Leben kommt, dann müsst Ihr werden wie die Kinder. Wie ein Kind klettert Zachäus auf diesen Baum um JESUS zu sehen. Er überwand die Hindernisse um JESUS sehen zu können nicht mit Mitteln der Weisheit oder der Kraft oder seines Ansehens, sondern wurde wie ein Kind und kletterte auf diesen Baum. Möchtest Du auch JESUS sehen?
 

Die Berufung der Sünder ist eine biblische Wahrheit

Zachäus war ein Mann, der wirklich in jeder Hinsicht von vielen des damaligen Volk Gottes als nicht geeignet für die Errettung angesehen wurde. Er war aus der Stadt Jericho. Das war die Stadt, die einst verflucht worden war. Man erwartete nicht, dass jemand aus dieser Stadt selig werden könne. Wir erinnern uns, schon auf dem Weg nach Jericho lauerten böse Menschen um die Reisenden, die in diese Stadt wollten, zu überfallen. Die Bibel berichtet uns von solch einem Reisenden, der auf diesem Weg unter die Mörder fiel. Wir sehen auch, wie die Pharisäer und Priester diesen Weg hinab in den Sumpf der Sünde nehmen und jeden Blick verlieren für ihre Aufgabe rechte Hirten und Wohltäter zu sein. Natürlich hatte Zachäus nichts mit der Tat der Räuber zu tun, aber manche Zöllner waren schlimmer als die Räuber.

Manchmal kommen die Leute, die sehen wollen wer Jesus ist, aus schlimmeren Orten, aus verdorbeneren Verhältnissen wie Zachäus. Aber, meine Lieben, es kommt nicht darauf an, woher der Sünder kommt, wenn nur Jesus ihn aus lauter Gnade berufen hat.

Zachäus hatte ein sehr schmutziges Geschäft. Er hatte die Leute betrogen um sich zu bereichern. Als unser Herr Jesus aus lauter Gnade in das Haus des Zachäus geht, fangen die Menschen an zu murren, dass Er zu einem Sünder ins Haus geht. Aber, ich frage Euch, meine Lieben, kennt die Gnade Unterschiede? Sagt nicht das wunderbare Wort Gottes, dass ER nicht achtet auf das Ansehen der Personen, sondern beruft, wen Er will?! Aber ist es nicht ein wunderbares Beispiel für uns, dass Er den in den Augen der Menschen bis dahin schlimmsten Sünder, den Zöllner, berufen hat, aus der verfluchten Stadt, in der die schlimmsten Sünden herrschten.

Zachäus hatte, ginge es nach den Menschen, und selbst nach den Maßstäben, die die Bibel anwendet, die geringste Wahrscheinlichkeit zum Seligwerden, denn er war reich. Zwar gibt es, wie wir schon gehört haben, bei Gott kein Ansehen der Person, sind Reiche und Arme, Einfältige und Gelehrte, Weise und Farbige, Große und Kleine, im Himmelreich willkommen, aber es ist doch eine Tatsache, ja, eine Wahrheit des Wortes Gottes, dass "nicht viele Große und Gewaltige nach dem Fleisch" berufen sind, sondern "Gott hat die Armen dieser Welt, die reich sind im Glauben" berufen. Meine lieben Freunde, die wunderbare Gnade kennt aber keinen Unterschied.

Der reiche Zachäus wird, ohne vorher mit Jesus gesprochen zu haben, ohne überhaupt das Evangelium gehört zu haben, vom Baum herab berufen. Meine geliebten Freunde, und es ist so einfach, für etliche von uns wahrscheinlich zu einfach, er steigt herab und wird gerettet, selig, empfängt das Heil. Meine Lieben, lasst mich hier, obwohl viele von Euch das wahrscheinlich für überzogene Auslegungstechnik halten, auf einen mir sehr wichtigen Umstand noch hinweisen und ich bin überzeugt, wenn Du dies erkennst, wirst Du nicht gerettet, sondern bist überwältigt von Gott und kannst nicht mehr von Gott weggehen. Die Bibel lehrt uns, dass Gott auf Seine Geschöpfe herabblickt, das ist Gottes wunderbare Barmherzigkeit, ER blickt auf Dich herab! In unserem Text aber, meine Lieben, und das bewegt mich zutiefst, erniedrigt sich Jesus soweit, dass ER zu einer Seiner unwürdigsten Kreaturen hinaufschaut. Oh, meine Freunde, geliebte im Herrn, das ist wirkliches Erbarmen, wahrhafte Gnade, unendliche Güte. Gelobt sei Gott für solch einen Heiland! Das tat JESUS noch nicht einmal für Paulus, auch auf ihn schaute ER vor Damaskus herab.

Heute schaut Jesus auf Dich, spürst Du diesen Blick der Liebe? Spürst Du wie die Augen Jesu auf Dich gerichtet sind? Kannst Du spüren, erkennen, glauben, dass der große Gott bei Dir halt gemacht hat um Dich zu erretten? Meine Lieben, wenn Ihr das doch nur merken könntet und überwältig von solch einer Liebe auf die wunderbaren Worte des Herrn warten könntet.
 

Die Berufung ist persönlich.

Vielleicht befanden sich noch andere Leute auf den Bäumen, ja, ich wage zu sagen, dass es sicher so war. Eindeutig aber ist, dass Hunderte, die an den Straßenrändern standen, nicht von Jesus angesprochen wurden. Viele standen vielleicht dort, weil sie irgendwie auch etwas erwarteten. Aber war ihre Erwartung groß genug? War ihre Erwartung so, dass Jesus sich ihnen zuwendete? Wurden sie so wie die Kinder und stiegen auf einen Baum, nur um ja Jesus nicht zu übersehen? Meine Lieben, war ihr Herz so vortrefflich vorbereitet, dass sie sofort bereit gewesen wären alles für Jesus zu geben, ihr ganzen Leben zu ändern? Lasst uns doch einmal den Text von diesem vierfachen Ackerfeld betrachten.

Matthäus 13:18-23
So hört nun ihr dieses Gleichnis von dem Säemann: Wenn jemand das Wort von dem Reich hört und nicht versteht, so kommt der Arge und reißt hinweg, was da gesät ist in sein Herz; und das ist der, bei welchem an dem Wege gesät ist. Das aber auf das Steinige gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört und es alsbald aufnimmt mit Freuden; aber er hat nicht Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch; wenn sich Trübsal und Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so ärgert er sich alsbald. Das aber unter die Dornen gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört, und die Sorge dieser Welt und der Betrug des Reichtums erstickt das Wort, und er bringt nicht Frucht. Das aber in das gute Land gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört und versteht es und dann auch Frucht bringt; und etlicher trägt hundertfältig, etlicher aber sechzigfältig, etlicher dreißigfältig.

So mögen viele dort rumgestanden haben, die mit ihren Gedanken ganz woanders waren und das Wort gar nicht verstanden hätten. Viele standen dort, die das Wort zwar schnell angenommen hätten, aber jeden Tag einer anderen Idee hinterher gerannt und sich geärgert hätten. Ebenso standen dort Menschen, die das Wort wohl gehört hätten, aber die an ihrem Reichtum festhalten wollten und deshalb nie wirklich Frucht gebracht hätten.

Einer, meine Lieben, einer von den vielen aber war auch dort; einer, der das Wort verstand und dann auch Frucht brachte. Einer, dessen Herz gut vorbereitet war. Zachäus! Und wir sehen unser Herrn JESUS wendet sich diesem Menschen zu, nur diesem Menschen Zachäus! Sein Ruf war eindeutig! Er rief den Zachäus. Die Bibel sagt: "Zachäus, komm eilends herab!"

Wenn wir die Bibel lesen, so hören wir auch an anderer Stelle über Berufungen. Es steht geschrieben: "Viele sind berufen, aber Wenige sind auserwählt." Meine Lieben, diese dort geschriebene Berufung ist aber nicht die Berufung, die den Zachäus erreicht! Die Berufung, welche Zachäus erreichte, ist vielmehr die Berufung, von welcher der Apostel spricht, wenn er sagt: "Wen er berufen hat, den hat er auch gerecht gemacht." Das erstere ist eine allgemeiner Ruf, welcher viele Menschen, wenn nicht gar alle Menschen erreicht. Auf diesen Ruf können die Menschen eingehen oder nicht und wohl uns, wenn wir diesem Ruf folgen. Aber da gibt es noch eine andere Berufung, eine Berufung, die uns zu Christen macht. Jeder, der diesen Ruf gehört hat, wird es mir bestätigen können, dass dies eine ganz persönliche Berufung ist, welche uns zu Jesus gebracht hat. Da war vielleicht eine Predigt, die hat Dich überzeugt, dass Du die berufene Person bist. Vielleicht sah Dich der Prediger an und es schien Dir, dass diese Predigt nur für Dich ist. Du dachtest Gott hat Dich ertappt und spürtest die Wirkung in Deinem Herzen. Mein Freund, diese Predigt war wirklich für Dich! Das Auge Gottes war auf Dich gerichtet. Der Prediger hat Dich an "Christi statt" gerufen. Der Herr beruft Seine Jünger nicht in Großevangelisationen. JESUS erwählt jeden von Euch in großer Liebe fein säuberlich selbst aus. Jesus ruft Zachäus: "und er steigt eilends vom Baum". Jesus sagt: "Maria", und sie wendet sich um und sagt zu ihm: "Rabbuni", Meister. Jesus sieht Petrus und Johannes fischen und spricht zu ihnen: "Folget mir nach!" Und sie verlassen augenblicklich alles und folgen JESUS nach! Er sieht Matthäus am Zoll und spricht zu ihm: "Stehe auf und folge mir", und Matthäus folgte ihm nach. Das ist die Macht des Ruf Gottes!

Meine Lieben, wenn der Heilige Geist einen Menschen verändert, ihn dazu bringt umzukehren, alles zu verlassen um Jesus nachzufolgen, so streift der Heilige Geist den Betroffenen nicht nur, sondern geht in das Innerste des Herzens. Habt Ihr diesen persönlichen Ruf gehört? Erinnert Ihr euch an die Stimme des Predigers der sprach: "Stehet auf, JESUS rufet euch?" Könnt Ihr sagen: "Mein Herr und mein Gott!" hat mich gerufen? Seit Ihr "eilends von Eurem Baum gestiegen" als der Geist Gottes an euch arbeitete? Habt Ihr gesagt: "Herr, komm in mein Haus", ausgerufen "Danke Herr, dass du mich gerufen hast"?

Meine Lieben, der Herr, wenn Er ruft zur Errettung, wird Er niemals umsonst rufen! Wenn Du wirklich Gott begegnen willst, wird ER bei Dir stehen bleiben und Dich mit diesem Ruf rufen der Dein ganzes Leben verändert.
 

Die Berufung Gottes ist eine Sache des Augenblicks

"Zachäus, steige eilends herab!" Viele der Sünder antworten "JA", aber herabsteigen tun sie nicht. Sie sagen "Ja" und meinen "Morgen hat es noch Zeit". Sie sagen "Ja", ihr "Ja" ist aber nicht rein, nicht von ganzem Herzen, es ist ein "Ja ABER". Hört solch ein Sünder eine ernste Predigt, so fließen die Tränen über seine Wangen, er kommt zum Altar und sagt zwar: "Ich will mich zu Gott bekehren", aber er ist nicht aufrichtig! Er will nicht sofort sein Leben total durch den wunderbaren Herrn ändern lassen. Er gelobt sich zu bessern, aber in seinem Herzen, wäre er ehrlich, meint er: "Aber meine Lieblingssünde möchte ich noch einmal genießen." Aber das taugt nicht! Es führt zwar zu guten Vorsätzen, aber die Hölle wird das Ziel eines solchen Menschen sein. Diese guten Vorsätze sind die Frucht einer allgemeinen Berufung, von Massenevangelisationen, wo die Menschen ein verkürztes Evangelium hören und Ihnen nicht gesagt wird, dass JESUS sagt: "Es ist vollbracht". Es gibt so viele Menschen, die nie die Worte gehört und angenommen haben: "Das Alte ist vergangen, siehe es ist alles neu geworden!" Das alte Leben, meine Lieben, Dein altes Leben, mein lieber Freund, kann vorbei sein, in einem Augenblick! Bei Zachäus war das so! Paulus erlebte das! Abraham machte diese Erfahrung schon! Henoch erlebte ebenfalls diese kraftvolle Veränderung des gesamten Lebens! Dies alles sind nur Beispiele um Dir zu zeigen, wenn es bei all diesen Menschen möglich war, wenn uns all diese Menschen als "Zeugen" der verändernden Kraft Gottes vor die Augen gestellt sind, warum sollte Gott an Dir vorüber gehen, wenn Du diese Sehnsucht schon im Herzen hast wie Zachäus? Meine Lieben, es gibt so viele Menschen, die ihren Weg mit Bußgelübden und Versprechungen gepflastert haben, aber ihr Ende schauet an! Der Ruf Gottes, meine lieben Freunde, ist nicht ein Ruf der Zeit hat bis zum nächsten Tag zu warten. Lesen wir doch wieder Gottes Wort und lernen wir von den wunderbaren Wahrheiten, die uns im Wort Gottes geschildert werden:

Lukas 14:16-21
Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele dazu. Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu sagen den Geladenen: Kommt, denn es ist alles bereit! Und sie fingen an, alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muß hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andere sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein.

Matthäus 22:3-10
Und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gäste zur Hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen. Abermals sandte er andere Knechte aus und sprach: Saget den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles bereit; kommt zur Hochzeit! Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Hantierung; etliche aber griffen seine Knechte, höhnten und töteten sie. Da das der König hörte, ward er zornig und schickte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an. Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gäste waren’s nicht wert. Darum gehet hin auf die Straßen und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. Und die Knechte gingen aus auf die Straßen und brachten zusammen, wen sie fanden, Böse und Gute; und die Tische wurden alle voll.

Meine lieben Freunde, ich möchte Euch an Hand dieser beiden Beispiele die überaus große Gnade und Güte Gottes vorhalten. Aber ich möchte auch, dass Ihr erkennt, wie ernst es der Herr meint, wenn Du Seine Güte und Gnade verwirfst. Du sollst wissen, wenn der Herr Dich ruft, so musst Du kommen. Du musst sofort kommen. Du sollst aber auch wissen, wenn Du kommst, wirst Du sofort gerettet sein! Leider aber wollen die Menschen oft gar nicht, dass sie gerufen werden. Wie sieht es bei Dir aus, mein lieber Hörer oder Leser?

Wir lesen im ersten Beispiel aus Lukas, dass die Geladenen alle eine Ausrede gebrauchen. Man müsste sehr dumm sein, wenn man einen Acker kauft und sich diesen nicht vor dem Kauf ansieht. Auch wenn man Ochsen kauft, sieht man sich diese vorher an. Die Menschen gebrauchen also Ausreden. "Ich würde ja kommen, aber..." Wenn der Herr Dich ruft, darf es kein "aber" geben! Du musst kommen! Das ist wahre göttliche Berufung, wenn Du alles stehen und liegen lässt und dem Herrn folgst, wenn ER ruft!

Versteht mich, meine Freunde, da waren so viel Geladene. Sie wussten, dass sie zum Abendessen geladen waren. Sie waren nicht nur geladen, sondern wurden zur Essenzeit sogar abgeholt. Aber sie gebrauchten alle irgendwelche Ausreden. Da sind die vielen Menschen in unseren Kirchen und Gemeinden und sie wissen, dass sie geladen sind, aber sie kommen nicht, gebrauchen Ausreden. Und der Herr, Er sagt zu Seinen Knechten: "Gehe aus schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein!" Meine lieben Freunde, die Ihr sehnsüchtig auf Gottes Wirken wartet, meint nicht, dass Euch der Herr vergessen hat! Vielleicht müsst Ihr etwas warten, aber das Wort Gottes sagt, es kommt der Tag, wo es dann ganz schnell geht.

Wenn Ihr doch verstehen könntet, in der Stunde wo das Mahl schon bereitet war, wurden die Geladenen gerufen. Natürlich hätten sie vorbereitet sein können! Natürlich kann die Gemeinde vorbereitet sein, denn sie sollten alles wissen, aber sie kamen nicht! Nun war nicht mehr viel Zeit, das Essen wurde kalt. Und plötzlich ging alles sehr schnell, Arme, Krüppel, Lahme und Blinde gab es genug. Und es gefiel Gott diese Menschen zu rufen. Sie waren nicht vorbereitet, aber als der Ruf sie erreichte, kamen sie sofort!

Einer von den Armen war Zachäus! Er hatte wohl viel Geld und trotzdem war er arm, denn er konnte wegen des vielen Betrügens nicht mehr ruhig schlafen. Einer von den Krüppeln war Zachäus! Sein Körper funktionierte zwar gut, aber seine Seele war in all den Jahren verkrüppelt. Er hatte die Fähigkeit verloren nett und lieb zu den Menschen zu sein, Freude zu empfinden und Freude zu schenken. Einer von den Lahmen war Zachäus! Ja, er hatte zwei gesunde Füße, aber sie gingen nicht auf den Weg der Gerechtigkeit, sondern auf eigenen Wegen, auf den Wegen der Sünde. Einer von den Blinden war Zachäus! Seine natürlichen Augen sahen, aber sein Verlangen war JESUS zu sehen! Bist Du auch einer von den Armen, Krüppeln, Lahmen oder Blinden? Höre, es geht ganz schnell, wenn der Herr ruft! In einem Augenblick wird der Herr bei Dir einkehren, wenn Du bereit bist auf Seinen Ruf zu hören!

Das sehen wir bei Zachäus. Es geht sehr schnell! Der Herr ruft und er, Zachäus, kommt und erlebt die Gnade und den Segen Gottes. Und die Geladenen? Sie stehen da und murren. Warum, mein lieber Zuhörer, sollte es bei Dir nicht auch schnell gehen? Der Herr ist doch auch heute noch derselbe!

Und Ihr alle, die Ihr immer diese "aber's" habt, die Ihr sagt, "Ja, aber", Euch möchte ich warnen! Die Berufung des Herrn und die Errettung ist die Sache eines Augenblicks. Versäume diesen Augenblick nicht!

Aber unser Gott wäre nicht Gott, wenn Er den Geladenen nicht noch eine Chance geben würde. Obwohl sie die Einladung zum Abendmahl verschmähten, ließ der Herr die Geladenen zum Hochzeitsmahl wieder rufen. Mich bewegen diese Beispiele sehr, weil sie genau das tatsächliche Leben in den Gemeinden und Versammlungen und Kirchen zeigen. Geladene können nur die sein, die in den Gemeinden sitzen, die in den Versammlungen mit unbewegtem Herzen die Kirchenbänke wärmen. Sie verschmähen auch die Einladung zum Hochzeitsmahl, verspotten die Boten des Herrn, die eine ernstliche Einladung aussprechen, greifen sie an, und töten sie sogar.

Überall in den Gemeinden sehen wir es, wie die Menschen die Dinge der Welt mehr lieben als den Herrn, wie sie die Boten des Herrn verspotten, die ihnen verkündigen, dass die Berufung des Herrn mächtig ist das ganze Leben zu verändern. Sie wollen diese Veränderung nicht, wollen weiter in der Sünde leben, wollen weiter den Dingen der Welt nachjagen, sagen die Berufung bewirke nichts. Aber, wenn Ihr diese zweite Einladung ausschlagt, gibt es keine Errettung mehr für Euch. Gott lässt sich nicht spotten! Das ewige Feuer wird über Euch kommen, der Zorn Gottes wird Euch treffen!

Aber, meine lieben Zuhörer, die Ihr erkennt, dass Ihr Sünder seid, das ist Eure Chance! Ihr, die Ihr meint Ihr seid zu schlecht, Euch gilt der Ruf des Herrn Jesus! Während zum Abendessen nur die "Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden" gerufen wurden, galt beim Hochzeitsmahl ein anderer Ruf: "Darum gehet hin auf die Straßen und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet." Geht, sagt der Herr, und ladet zur Hochzeit wen ihr findet! Welch wunderbare Chance für Dich, mein lieber Zuhörer! Und die Bibel, Gottes wunderbare Wort, sagt: sie "...brachten zusammen, wen sie fanden, Böse und Gute; und die Tische wurden alle voll." Wer sich finden ließ, den brachten die Knechte mit! Oh, wie viele Böse waren darunter? Böse wie Zachäus. Böse wie Du, sofern Du den Herrn Jesus noch nicht richtig nachfolgst. Deshalb Eile! Der Herr ist bei Dir stehen geblieben um Dich zu erretten.

Die Bibel sagt: "Heute, so ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht." Die Gnade Gottes ist immer die Sache eines Augenblicks, die Sache von jetzt! Wenn Du von Gott gezogen wirst, so musst Du sofort kommen und so wirst Du sofort kommen. Morgen zu sagen, ist reine Selbsttäuschung. Morgen wirst Du deine Augen in der Hölle aufheben und Dich in der Qual befinden. Der Heilige Geist spricht: "Heute, wenn ihr wollt seine Stimme hören, verhärtet eure Herzen nicht." Ihr Sünder, seid ihr bereit, jetzt den Herrn JESUS Euren Heiland zu suchen? Seid ihr bereit zu sagen: "Jetzt oder nie! Ich muss jetzt gerettet werden!"? Wenn ihr dies von ganzem Herzen wollt, wenn Ihr von "Euren Baum" jetzt herunter kommen wollt, so glaube ich, dass der Ruf an euch jetzt dieser heilbringende, wirksame Ruf des Herrn ist, der in einem Augenblick zu erretten vermag! Der Dich jetzt erretten wird, wenn Du kommst! AMEN! JESUS möge Dich segnen!
 

Berufung ist ein Ruf, der Dich herabsteigen lässt

Jesus sagt zu Zachäus: "Eile und komm hernieder!" Manche Dinge sind uns äußerst peinlich. Da saß der reiche Zöllner mitten unter den Kindern auf einem Baum. Er, der sonst in der Zollstelle saß und den Menschen das Geld abnahm, war, wie ein Lausbub, auf den Baum geklettert. Natürlich war er gekommen, weil er unbedingt Jesus sehen wollte, aber nun blieb Jesus direkt unter seinem Baum stehen und schaute hinauf. Die Augen der Umstehenden folgten dem Blick Jesu und sahen den Zolleintreiber. Zachäus konnte all die Blicke fühlen, die nun auf ihn gerichtet waren. Bisher hatte dieser Baum ihm nicht nur die Möglichkeit gegeben Jesus gut sehen zu können, sondern im Dickicht der Blätter war er auch gut verborgen. Niemand beachtete ihn besonders. Aber wer Jesus wirklich sehen will, muss damit rechnen, dass Jesus ihn aus der Finsternis herausholt, denn Jesus ist das Licht! Heute werden viele Predigten gehalten, die erläutern zwar bestimmte Dinge, und dies manchmal sogar sehr gut, aber sie sind so unpersönlich wie es nur irgend geht. Es geht nicht immer, meine lieben Freunde, darum, dass wir alle Dinge verstehen, sondern, dass wir erkennen, JESUS ist bei uns stehen geblieben, JESUS ruft uns! Die Pastoren und Prediger müssen wieder anfangen nach Gottes Willen zu fragen und echte "Botschafter an Christi statt" zu werden, dann werden sie auch sehr persönlich werden. JESUS, der Meister, war immer persönlich! ER will nicht, dass wir uns über knifflige Glaubensfragen streiten, sondern ER bleibt vor Dir stehen, alle können es sehen, und sagt, komm herunter, heraus aus dem Dickicht der Blätter, heraus aus dem Dickicht der Masse, komm heraus, denn heute muss ich in Dein Haus kommen!

Wer Du auch bist, Du lebst, wenn Du JESUS nicht kennst, in der Finsternis! JESUS wird Dich aus der Finsternis ans Licht bringen. Er wird es tun, weil Er Dich auserwählt hat! Er bleibt genau bei Dir stehen und ruft Dich. Komm heraus aus der Finsternis, komm heraus aus der großen Masse! Komm heraus, oder wie Jesus zu Zachäus sagte, komm herunter von Deinem Baum, aus Deinem Versteck. Komm um den Menschen zu zeigen was "Gottes Tugenden" sind, wie JESUS einen Menschen in einem Augenblick verändern kann. Ließ einmal die folgenden Bibelstellen:

1.Petrus 2:9-10
Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; die ihr weiland nicht ein Volk waret, nun aber Gottes Volk seid, und weiland nicht in Gnaden waret, nun aber in Gnaden seid.

Johannes 12:46
Ich bin gekommen in die Welt ein Licht, auf daß, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. Und wer meine Worte hört, und glaubt nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht gekommen, daß ich die Welt richte, sondern daß ich die Welt selig mache. Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon seinen Richter; das Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage.

"Wer an mich glaubt", sagt JESUS, wird nicht in der Finsternis bleiben, wird sich nicht in der Masse verstecken, wird nicht auf dem Baum bleiben! Komm herab von Deinem Baum! Was auch immer dieser Baum sein mag. Deine Angst in der Sünde entdeckt zu werden oder aber auch Deine Gerechtigkeit, Deine Frömmigkeit, Deine Traditionen ...! Wenn der Herr ruft, so musst Du herabkommen, runter von den Dingen auf die Du so mühsam geklettert bist! Heraus aus den Dingen, herunter von den Dingen, die Dir wichtig waren; Vielleicht auch wichtig waren, weil Du dachtest so besser JESUS sehen zu können! JESUS ist nicht gekommen um Dich zu richten, weil Du deinen schönen Anzug beim Erklettern des Baumes beschädigt hast, weil Dein Hemd schmutzig geworden ist oder weil in dieser Kleidung ein großer Sünder, ein Schurke, steckt, der es wahrlich verdient hätte gerichtet zu werden. Nein, ER, Jesus, ist gekommen um diesen Schurken zu erretten vom Gericht! AMEN! Schau doch wie gut JESUS ist!

JESUS ist gekommen um Dich selig zu machen. Das ist der Grund warum Er bei dem Baum stehen blieb auf dem Zachäus saß. Das ist der Grund warum Du heute diese Botschaft erfährst, warum Jesus heute bei Dir stehen bleibt. JESUS ist gekommen selig zu machen, zu erretten! AMEN meine lieben Zuhörer und Leser! ER, der Herr, bleibt stehen und ruft: "Komm herab!" Komm herab, dann wird Dein Leben verändert werden können. Komm ins Licht, damit Du das Böse lässt und anfängst die Tugenden Gottes den Menschen zu zeigen, wie es im 1.Petrus geschrieben steht. Komm heraus aus der Anonymität, denn der Herr kennt Dich mit Namen. Er kennt jeden Sünder mit Namen, weil ER den Sünder ja rufen wird. Er kennt auch Deinen Namen, mein Freund!

Bevor Du nicht Anstalten machst herabzukommen, eilends herab zu kommen, wird der Herr nicht in Dein Haus einkehren können! Meine lieben Freunde, heute rufen die Prediger die Menschen mit einem Ruf, der es ins Ermessen des Sünders stellt, wann er vom Baum herunterkommen wird. Aber JESUS sagt: "Wer mein Wort hört und glaubt nicht... der hat schon seinen Richter"! Die Bibel sagt Du musst kommen solange ER nahe ist, solange Er bei Dir steht, solange Du Sein Wort hörst. Du kannst nicht zu Gott kommen wenn Du es willst, sondern wenn Dich der Herr durch den Prediger, durch die Predigt, rufen lässt! Mein lieber Leser, kannst Du merken, wie JESUS jetzt gerade bei Dir stehen bleibt. JESUS sieht Dein Leben, sieht was Du getan hast. ER kann Seine Augen nicht davor verschließen, dass Deine Taten schändlich waren, aber ER kann in Seiner großen Liebe und Gnade vor Dir stehen bleiben und Dich rufen: Du bist auserwählt, Du bist berufen aus der Finsternis zu Seinem wunderbaren Licht. Du sollst zu Gottes Volk gehören! Dir ist heute Gnade widerfahren.

Meine lieben Zuhörer, liebe Leser, lasst es mich noch deutlicher sagen, Du wirst eingeladen und wenn Du die Einladung nicht augenblicklich annimmst, wirst Du keine Gelegenheit mehr dafür haben! Natürlich war das peinlich, ja demütigend so vor allen Menschen vom Baum zu steigen. Wir sehen ja auch wie die Umstehenden reagierten. Bis zu dem Augenblick in dem JESUS den Zöllner rief, nahm niemand Notiz vom Zöllner, vom Sünder Zachäus, aber als JESUS ihn rief, brach in den Herzen der Menschen ein Sturm der Entrüstung los. Dieser Sünder hat das gar nicht verdient, dass JESUS zu ihm geht, war ihre Meinung. Verdient hat keiner von uns, dass Jesus sich erbarmt! Auch Du, mein lieber Freund, hast es niemals verdient, dass JESUS vor Dir stehen bleibt und Dich beruft.

Vielleicht ist es Dir auch peinlich und demütigend, dass der Herr bei Dir stehen bleibt. Gott demütigt den Sünder allezeit, steht in meiner Bibel. Er ruft Dir zu: "Steig herab!" "Herab", sagt Gott, wenn Er einen Sünder retten will. Du elender stolzer Sünder, es geht nicht, dass Du dich weiterhin stolz an dem Baum festklammerst, dich weiterhin versteckst! JESUS will dich unten haben! Du musst Dich demütigen, herabsteigen, dem Herrn folgen. Wenn etwas zwischen Dir und dem Herrn steht, bekenne Du es vor allen, so dass jeder es höre und jeder seine Blicke auf Dich richte, damit Du ja nicht die Gnade versäumst, sondern Dich alle beobachten auf dass Du nicht mehr sündigst, sondern zeigst, dass der Herr Kraft hat in einem Augenblick ein ganzes Leben zu verändern, so wie bei Zachäus!
 

Berufung ist ein wunderbarer und liebevoller Ruf

Nun mag Dir das eben gesagte sehr hart vorkommen, aber was diese Worte der Gnade hart machen in Deinen Ohren ist Dein unbeugsames altes, hartes Herz. Hast Du die rechte Einstellung in Deinem Herzen, dann sind Dir die Worte liebevoll und herrlich, denn sie bringen Dich weg von der verhassten Sünde, von dem Fluch, der über Deinem Leben liegt. Diese Worte bringen Dich Gott nahe! Diese Worte zeigen Dir doch, welch großes Interesse Gott an Dir hat! JESUS sagt zu Zachäus: "Ich muss heute in deinem Hause einkehren!"

Meine lieben Freunde, bedenkt doch was JESUS, unserem Herrn, diese Aktion kostete. ER, der König aller Könige, setzte Seinen guten Ruf aufs Spiel. Im Gefolge Jesu und an den Straßen standen Menschen, die von Zachäus ihres Geldes beraubt wurden, vors Gericht gezerrt wurden, ihr Letztes diesem Zolleintreiber geben mussten und diese hörten wie der Herr JESUS sagt: "Heute muss ich in deinem Hause einkehren." Nicht nur dass Jesus mit diesem Zöllner, mit diesem Sünder, sprach, nein, ER wollte auch in seinem Hause einkehren. Für sie war dieser Gedanke unerträglich und so murrten die Juden über Jesus, als ER bei dem Sünder einkehren wollte. Sie murrten aus zwei Gründen, ein Grund war, dass JESUS nicht zu ihnen gekommen war und der zweite Grund war, dass JESUS zu diesem Zöllner, diesem Sünder, kommen wollte!

Aber warum rief Jesus nicht die vielen anderen? Warum blieb Er gerade bei Zachäus stehen? JESUS sah, dass Zachäus Hilfe brauchte und auch bereit war Hilfe anzunehmen. Meine lieben Freunde, sagt mir nicht Ihr benötigt keine Hilfe. Aber viele von Euch sind zu stolz Hilfe anzunehmen. Ihr verkennt Eure Situation vollkommen. Ihr denkt Ihr könnt es schon irgendwie schaffen. Wenn Ihr, meine Lieben, es doch sehen könntet; Ihr könnt den ganzen Tag Buße tun, Euch täglich taufen lassen, täglich nach dem Heiligen Geist streben, in der irrigen Meinung, dass sich dadurch Euer Leben ändert, Eure Not gelindert wird, Ihr bessere Menschen werdet; aber was Ihr auch tut solange Ihr der Meinung seid, dass irgendeine Handlung, eine Zeremonie, etwas, was Ihr zu tun vermögt, Euch rettet, werdet Ihr nie die Gnade erleben gerettet zu werden!

Lies doch was Gottes Wort schreibt:

Zusammenstellung der Berichte aus: Matthäus 19:16-26; Markus 10:17-27; Lukas 18:18-27
Und da Jesus hinausgegangen war auf den Weg, lief ein sehr junger Oberster der Juden herzu, kniete vor ihm nieder und fragte ihn: "Guter Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?" Jesus aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach, du weißt die Gebote wohl: "Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter" und: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Da sprach der junge Oberste der Juden zu ihm: "Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf; was fehlt mir noch?" Und Jesus sah ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm: "Es fehlt dir noch eins. Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich!" Da er aber das hörte, ward er unmutig über die Rede und ging traurig und betrübt von Jesus; denn er war sehr reich und hatte viele Güter. Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: "Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!" Die Jünger aber entsetzten sich über seine Rede. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: "Liebe Kinder, wie schwer ist’s, daß die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes kommen! Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme." Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach: "Bei den Menschen ist’s unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott."

Die Menschen streiten sich heute was wohl mit dem Nadelöhr gemeint ist, eine kleine Tür in der Stadtmauer Jerusalems oder ein Nadelöhr in einer Stopfnadel. Auch das zeigt, dass die meisten Menschen so weit weg von Gott sind selbst wenn sie Theologieprofessoren oder Doktoren der Theologie sind. Streiten sich um eine Nebensächlichkeit und die Hauptsache sehen sie nicht! Lasst uns doch diese Begebenheit genau betrachten. Da ist der Mensch, der die Frage stellt: "Was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?" Dann hören wir die Antwort, die JESUS gibt. Auf das, was Jesus sagt, antwortet dieser junge Oberste der Juden: "Ich habe alles gehalten von meiner Jugend an." Diese Antwort veranlasste JESUS diesen Mann zu lieben. Aber, obwohl Jesus diesen Mann liebte, sagt Er: „…eines fehlt dir!“

Meine Lieben, wenn Ihr mich doch verstehen könntet, wenn Du ehrlich bist, wird Dir immer etwas fehlen, alles andere ist reiner Selbstbetrug. Selbst wenn Du spüren und erfahren solltest, dass Dich Jesus liebt, selbst dann wird Dir etwas fehlen! Warum sind heute so viele Menschen, die von Jesus geliebt werden und die so freundlich sind, die die Gebote und Verordnungen Gottes halten, so traurig, so betrübt, ja, werden vielleicht sogar "unmutig" über Gottes Wort, bestimmt auch über diese Botschaft? Warum, warum, warum? Ich sehe doch wie traurig manche in den Versammlungen sitzen, ich sehe doch wie manche sich abmühen und wenn Du genau hinschaust, kannst Du es auch sehen.

Ich kann die evangelischen sehen, Ihr freut Euch, dass Ihr Buße getan habt. Ja, Ihr spürt sogar wie der Herr Euch liebt. Und es ist wirklich so, der Herr liebt Euch und trotzdem merkt Ihr irgendwie, "...eines fehlt mir noch". Ihr Baptisten habt Euch taufen lassen, Ihr merkt wie der Herr Euch dafür liebt und trotzdem merkt Ihr, " ...eines fehlt mir noch". Ihr Pfingstler, trotz Eurer Bemühung und dem Spüren der Liebe Gottes merkt Ihr, "...eines fehlt mir noch". Ihr Lieben, immer wird Euch etwas fehlen!

Kannst Du das Entsetzen der Jünger des Herrn Jesus erkennen: "Die Jünger aber entsetzten sich über seine Rede." Aber Jesus spricht weiter: "Liebe Kinder, wie schwer ist’s, dass die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes kommen! Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn dass ein Reicher ins Reich Gottes komme." Aber diese Worte brachten die Jünger an den Rand der Verzweiflung. Die Bibel sagt: "Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann denn selig werden?" Und hier sind wir wieder bei der eigentlichen Frage des Mannes der zu Jesus kam! Was muss ich tun um errettet zu werden? Wer kann denn selig werden, fragen die Jünger.

Brüder, Freunde, Glaubensgeschwister und all die, die Ihr auf der Suche seid, ob es Euch gefällt oder nicht, die Bibel sagt: "Bei den Menschen ist’s unmöglich!" Es ist egal was Dir noch fehlt - eines wird Dir immer fehlen um gerettet zu werden! Und das Schlimme daran ist, gerade wenn Du zu Jesus kommst und die Liebe Jesu spürst, wirst Du, vom Herrn Jesus selber, zur Erkenntnis gebracht werden, dass Dir noch etwas fehlt um gerettet zu werden!

Aber wie wunderbar ist es, wenn wir Gottes Wort kennen. Diese Aussage des Herrn: "Bei den Menschen ist’s unmöglich", ist nicht das Ende Seiner Rede über die Errettung, sondern JESUS spricht weiter: "...aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott!" AMEN! AMEN! Preis und Dank, bei Gott sind alle Dinge möglich! Die Frage, die Du stellen musst, wenn Du gerettet werden willst, ist, was tut Gott. Herr, was kannst Du für mich tun - Herr, was hast Du für mich getan? In den Lektionen über Errettung lasst uns mehr darüber hören.

Was tat denn Gott bei Zachäus? Ja, Zachäus wollte sehen wer Jesus ist, so steht es geschrieben. Aber er war ein Sünder, ein Betrüger, hatte sich nicht um die Gesetze Gottes gekümmert. Nie hatte er gefragt was recht war, den Leuten das Letzte abgenommen um in seine eigene Tasche zu wirtschaften. War reich und wohlhabend dadurch geworden. Er hatte nie Buße getan. Wäre er zu Johannes den Täufer gekommen um sich taufen zu lassen, hätte ihn dieser wahrscheinlich wieder nach Hause geschickt, damit er sein Leben in Ordnung bringe. Was hätte dieser junge Oberste der Juden, von dem wir gehört haben, gesagt, hätte er jetzt gesehen, was Jesus tat. Dieser Zachäus war reich! Einer der Fälle die kaum Eingang in den Himmel finden. Aber schau, Jesus bleibt unter seinem Baum stehen!

Warum handelte Jesus so? Meine Lieben, Er handelte so, weil Er dem Sünder, dem Zachäus, mit wunderbarem himmlischen Ruf rufen wollte! Jesus bleibt auch bei Dir stehen, weil Er Dich mit diesem wunderbaren, liebevollen Ruf rufen möchte. Einen Ruf, der wirklich zu erretten vermag! Du ließt diese Botschaft nur, weil Jesus Dir jetzt nahe ist und Dir begegnen, Dich erretten will. Warum sonst solltest Du dir diese Mühe machen diese Worte zu lesen. JESUS sagt: Sünder, ich bin nicht gekommen um vor Deinem Haus stehen zu bleiben, um bis zu Deiner Türschwelle zu kommen. Ich will nicht nur zu Deinem Fenster hineinschauen, nein, ich, der Sohn Gottes, will in Dein Haus kommen.

Und was war das für ein schreckliches Haus. Es war ein Ort, wo betrogen und gelogen wurde, wo Menschen um ihr letztes Habe gebracht wurden, wo so mancher Schrei um Gnade von den Betrogenen zum Himmel aufstieg; eine Räuberhöhle, ein Sündenpfuhl, in dem es keine Gnade gab. Ich schreibe das so, damit Du verstehst, was da vorgegangen ist, was es bedeutete für Jesus, für Zachäus und für alle diejenigen, die diese Begebenheit erlebten. Könnte Dein Haus schlimmer aussehen?

JESUS ist da! Er steht unter dem Baum von Zachäus. Er steht vor Dir, jetzt, gerade in diesen Momenten steht Er vor Dir. Er sagt: "...ich muss heute zu deinem Hause einkehren!" Weißt Du, man kann an dem, wie jemand etwas sagt, erkennen, was dieser meint. Zachäus erkannte, und Du sollst erkennen, welche Liebe und Zuneigung in dieser Handlung des Herrn Jesus liegt, als Er sagt: "Ich will in Dein Haus kommen!" Er will kommen um Dir einen Segen zu geben. Er will kommen um Dich zu erretten.

Sünder, siehe doch wie liebevoll mein Meister, JESUS, ist! Er will in Dein Haus kommen. Sag mir, was für ein Haus hast Du? Ein Haus, das Du unglücklich gemacht hast, weil Du ein Säufer, ein Süchtiger bist? Ein Haus, indem Fluchen, Betrügen und Schwören an der Tagesordnung sind? Ein Haus, welches unglücklich geworden ist, weil Du streitsüchtig, jähzornig, selbstherrlich bist? Ein Haus, das Du mit Unzucht und Unreinigkeit befleckt hast, sogar ein schlechtes Gewerbe in ihm betrieben hast? Ein Haus was nicht nach Gott fragt?

In was für eine Räuberhöhle begab sich Jesus als Er zu Zachäus kam! JESUS sagt: "Ich will heute in Dein Haus kommen." Mein Gott ist ein Gott, der die Kranken heilen will, der zu den Verlorenen gekommen ist. Sünder, Deine Krankheit ist die Sünde, Du bist verloren! Aber mein Gott kommt zu Dir, JESUS kommt zu Dir, um Dich zu rufen! Mein Gott ist ein Gott, welcher zu uns kommt, welcher bei Seinem Volk lebt. Er liebt alle die, die Er gerufen hat. Sünder, auch wenn Du in den schmutzigsten Höhlen dieser Welt wohnst, Jesus sagt Dir: "...eile und steig herab, denn heute muss ich in dein Haus einkehren." Zachäus eilte und Du? Erkennst Du die wunderbare vergebende Liebe Gottes, welcher Dich mit liebevollem, heiligen Ruf ruft?


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