Habakuk 3:19
Der Herr ist meine Kraft und wird meine Füße machen wie Hirschfüße und wird machen, daß ich auf meinen Höhen gehe.

Meine lieben Leser, liebe Heilige, nicht wahr, manchmal tun uns unsere Füße weh, nicht nur unsere natürlichen Füße, sondern auch unsere geistlichen Füße. Wir werden träge Gottes Wort mit Freude zu lesen, werden müde mit Ausdauer nach den Perlen im Evangelium zu suchen. Wir werden müde zu beten und für den Herrn zu arbeiten.

Diese Müdigkeit, diese Trägheit, kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Psychologen betreiben immer eine Ursachenforschung und dann können sie oft dennoch nicht helfen. Deshalb lasst uns gar nicht den Versuch unternehmen zu fragen, warum ist das so. Wenn Du dich in so einem Zustand befindest, ist es sinnlos zu wissen warum das so ist. Warum geht es diesem so schlecht, haben die Leute Jesus gefragt. "Haben seine Vorfahren gesündigt? Hat er selber gesündigt? Was hat er verbrochen, dass es ihm so schlecht geht?"

Ja, wir haben immer viele Fragen. Natürlich haben seine Vorfahren gesündigt und natürlich hat er gesündigt, denn die Bibel sagt: "Alle Menschen sind Sünder!" Aber was sagt die Bibel, was sagt Jesus?

Johannes 9:2-3
Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er ist blind geboren? Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern daß die Werke Gottes offenbar würden an ihm.

Es geht nicht darum wer diesen oder jenen Fehler, oder soll ich sagen, diese oder jene Sünde gemacht hat, sondern es geht darum, dass Gottes Werk offenbar wird. Dies ist ein Umstand, den wir immer wieder vergessen. Es geht nicht um unsere Sünde, sondern um Gottes Werk. Gottes Werk muss sichtbar werden! Gottes Werk muss sichtbar werden in Deinem Leben!

Wir haben gestern gehört oder gelesen: "Der Herr ist meine Kraft." Oh, wenn doch auch Du diese Erkenntnis einfach annehmen könntest! Wenn der Herr aber wirklich Deine Kraft ist, dann hat das Auswirkungen, Auswirkungen die Dein ganzes Leben verändern! AMEN!

Viele reden heute von der Kraft Gottes, denken dabei an Geistesgaben und an irgendwelche hervorragenden Wunder. Aber, meine lieben Leser, liebe Gläubige, die Erkenntnis: "Der Herr ist meine Kraft", hat nichts mit geistlichen Gaben zu tun, sondern mit einem zwingend darauf folgenden Bekenntnis!

Die Bibel sagt in Römer 10:10: "Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig."

Du glaubst in Deinem Herzen "Der Herr ist meine Kraft"? Glaubst Du wirklich oder hast Du nur so ein Gefühl zu glauben? In Römer 10:10 steht für Glauben "pisteuo", was soviel bedeutet wie, ich halte es für wahr, es ist wahr! Dies steht im indikativen Präsens was bedeutet, dass dieser Glaube ein Glaube ist, der eine Handlung ist, die fortdauert, nicht endet, sondern sich immer weiter entwickelt. Meine Lieben, das ist wahrer Glaube, nicht eine plötzlich auftretende Gefühlswallung, sondern eine bleibende, sich ständig entwickelnde Hinwendung zum Herrn.

Aber, ob Du es nun wahr haben willst oder nicht, der Glaube der nicht Werke hat, ist tot! Und deshalb muss dem Glauben als erstes, wenn ich es einmal so nennen darf, eine Tat, das Bekenntnis folgen. Der Glaube macht Dich gerecht. Weil Du gerecht bist, kannst Du mit Freudigkeit ins Allerheiligste, in die Gegenwart Gottes, kommen, aber wahrhaft errettet bist Du, wenn Dein Glaube anfängt Frucht zu bringen! Denn Gottes Wort sagt schon in Matthäus 7:20: "Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen."

Deshalb steht in Römer 10:10: "so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig." Für selig wird da das Wort "soteria" gebraucht. Genau übersetzt bedeutet dieses Wort "ewige Errettung". Also, wenn Dein andauernder, sich immer entwickelnder Glaube Frucht zeigt, das ist das Bekenntnis Deiner Lippen, so wirst Du ewige Errettung haben!

Aus diesem Grund finden wir auch in unserem heutigen Tagestext "und wird meine Füße machen wie Hirschfüße"! Das ist keine Bitte! Das ist kein Befehl! Wir haben ja diese zwei Richtungen heute, die einen bitten in einem fort und erhalten doch nichts und die anderen denken sie könnten sogar Gott befehlen dies oder jenes zu tun. Wie dumm von den Menschen so zu denken. Weil es einen Gott gibt und weil ich glaube so wie die Schrift sagt "Der Herr ist meine Kraft", aus diesem Grund darf ich heute freimütig bekennen "und wird meine Füße machen wie Hirschfüße"!

Ich, Du, wir werden nicht mehr träge sein. Ganz gleich was wir getan haben, wie schwer wir gearbeitet haben, ER "wird meine Füße machen wie Hirschfüße"! ER, unser Gott, wird Dich herausholen aus Deiner Lauheit "und wird Deine Füße machen wie Hirschfüße"! Wenn Du glaubst, dass der Herr Deine Kraft ist, dann bekenne, ER "wird meine Füße machen wie Hirschfüße"! Ich werde nicht mehr so dahinschleichen, sondern springen und flink sein wie ein Hirsch und Du wirst errettet werden!

Lasst uns morgen den Rest dieses Verses betrachten. Der Herr segne Euch!

Euer Bruder im Herrn! Thomas Gebhardt